Schlitten werden seit Jahrtausenden als Transportmittel genutzt. In Europa wurden erste Schlitten wohl seit der Frühzeit als winterliches Transportmittel, als Ziehschlitten für den Heu- und Holztransport und in kleineren Formen für den Personentransport verwendet. (Quelle Wikipedia)
Aus Norwegen stammen die ältesten erhaltenen Schlitten (aus der Zeit um 800), und aus Tirol stammt der früheste Bildbeleg aus der Zeit um 1400 (Castell Buonconsiglio, Trient – Flachschlitten, auf denen Hölzer liegen). Erst ab dem 15. Jahrhundert wurden schön verzierte Schlitten für Vergnügungsfahrten verwendet, die sofort Bußprediger veranlassten, gegen diesen Luxus vorzugehen. (Quelle Gasser Rodel)
Aus dem winterlichen Schlittenfahren, beispielsweise mit Hornschlitten für den Holz- und Heutransport, entwickelten sich drei Sportarten: Bob, Skeleton und Rennrodel. Die ersten „sportlichen“ Rodler benutzten Schlitten, die unseren heutigen Freizeitrodeln, den sogenannten „Davoser Rodeln“, sehr ähnlich waren.
Heimat des „sportlichen Rodelns“ sind trotz der vielfältigen Schlitten in aller Welt ohne Zweifel die Alpenländer. Rodelveranstaltungen, die meist gesellschaftlichen Charakter hatten, fanden über die Jahrhunderte durchweg auf Schneebahnen statt. Mondscheinrodeln und Maskenschlittenfahrten waren oftmals gesellschaftliche Höhepunkte des Jahres. (Quelle ScrRennrodelGAP)
Daraus entwickelten sich zwei Disziplinen:
Naturbahnrodeln
Naturbahnrodeln ist eine Sportart und Variante des Rennrodelns, die sich zunächst parallel mit dem Rennrodeln auf Kunstbahn entwickelte und ab den 1960er Jahren eine eigene Disziplin wurde. Waren bis in die 1990er Jahre Österreich und Italien – bzw. (fast ausschließlich) die Region Südtirol – die dominierenden Länder im internationalen Renngeschehen, können mittlerweile auch andere Länder, allen voran Russland und Polen, beachtliche Erfolge vorweisen. (Quelle Wikipedia)
Rennrodeln auf einer Kunstbahn
1883 fand in Davos/Schweiz das erste internationale Rodelrennen statt, das „aktenkundig“ ist. Die Entwicklung des „sportlichen Rodelns“ nahm ihren Lauf. Im Jahre 1910 wurde in Reichenberg (damaliges Böhmen) eine Rodelbahn errichtet, die auf 3000 Metern sechs überhöhte Kurven hatte. Um die vielen Rodelabfahrten bewältigen zu können, begann man, diese Kurven zu vereisen und machte sie somit „haltbarer“. Diese Methode auf Eis statt auf Schnee zu fahren hat sich im Rennsport durchgesetzt, auf der Naturbahn ebenso wie auf der Kunstbahn. (Quelle ScrRennrodelGAP)



